Meinen Namen nicht nennen

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Meinen Namen bitte ich jedoch aus dem Spiele zu lassen. Ich habe alle Ursache, den Leuten keinen Anlaß zu geben, mich immer wieder von neuem zu verfolgen – ich habe für dies Leben gerade genug, erst im vorigen Jahre ist Herr von Borries so gnädig gewesen, mir den Besuch der Meinigen im Königreich Hannover zu gestatten, nachdem die neue Ära sich meiner nicht angenommen hatte. Es kommt ja auch auf den Namen nicht an. Wenn die Sache nichts taugt, so nützt der Name auch nichts. Daß in die Politik wieder ein bißchen Poesie kommt, ist notwendig. Der Nationalverein würde ganz anders emporgekommen sein, wenn er nicht die blasse Prosa wäre nach innen und außen. Doch Shakespeare sagt: lauter brave Leute, aber schlechte Musikanten ! und Shakespeare ist ein ehrenwerter Mann.

( Briefe, S.280 )

25.3.1862, Schloß Corvey, an Franz Duncker in Berlin