Biographie

Breslauer Jahre

Hoffmann von Fallersleben ging 1823 nach Breslau. Eine schwierige Phase für ihn, zwanzig Jahre andauernd, zuletzt veröffentlichte er 1840 die „Unpolitischen Lieder“und wurde zur Stimme der kommenden Revolution in Deutschland.

| 1823


Rosen und Lilien aufs Papier

„Du mußt schreiben, rief ich, schreiben, sonst glaubt niemand, daß du noch nicht an Altersschwäche gestorben bist ! Sie glauben doch auch, verehrter Freund, daß es ein Leben gibt, welches dem totsein ähnlich ist?“ (Briefe, S. 36) – Und einen Tag später schreibt er erneut an Meusebach in Berlin: Ich lebe heute nach langer lieber […]

| 1824


18 Monate Probezeit

Hoffmann war angestellt worden mit einem Jahr Probezeit, es wurde ein halbes Jahr mehr, da der zuständige Bibliothekar den erforderlichen Bericht nicht nach Berlin sandte, erst mit einem neuen Oberbibliothekar erfolgte im August 1824 endlich die feste Anstellung, was ihm ein regelmäßiges Gehalt einbrachte. Noch einmal drei Monate mußte er warten, bis zur Bestallung, das […]

| 1824


Teilnahme ist die Bedingung allen besseren Lebens

Was hab‘ ich von allem Leben, wenn ich’s nur eine schöne Vergangenheit nennen darf ! Mir fehlt gar vieles – Teilnahme ist die Bedingung allen besseren Lebens, sein Anfang und Fortgang; und nur dies bessere Leben, man mag es sonst nennen wie man will, nenne ich Glück. Fröhlichen Mutes ertrüg ich meine mechanischen Arbeiten, womit […]

| 1825


Zwecklose Gesellschaft

Pfingsten 1826 machte Hoffmann Ferien und schreib einige Gedichte, die später unter dem Titel „Eintagsschönchen“ veröffentlicht wurden. Er hatte wenig Freundschaften in Breslau, das gesellschaftliche Leben spielte sich in Gesellschaften ab, in die man nicht leicht hereinkam, einige davon als Nachfolge elitärer aristokratischer Vereinigungen. Freimauer werden, wie sein Bruder Daniel , fiel ihm nicht ein. […]

| 1826


Reise nach Österreich – Sprachforschungen

Längere Zeit hatte Hoffmann um Erlaubnis für eine längere Studienreise nachgesucht, die Erlaubnis wurde ihm im Sommer 1827 erteilt. Er reiste nach Wien, wo er eine bedeutende Handschrift vermutete, nämlich die vollständige Handschrift des Otfried aus dem 9. Jahrhundert, von der er in Bonn ja bereits Bruchstücke gefunden und herausgegeben hatte. Otfried war ein Mönch, […]

| 1827


Subordinationswidrig

Da erhielt ich einen Brief vom Minister, worin mir meine Bitten sehr artig abgeschlagen wurden, und – das war leicht zu verschmerzen. Aber kränken, ja empören mußte es mich, als einige Wochen später ein Schreiben des Ministeriums erfolgte, worin meine Vorstellung anmaßend und subordinationswidrig genannt wird und ich mit empfindlicheren Maßregeln bedroht werde pp. und […]

| 1828


Unglückliche Liebe und Revolution

Hoffmann verliebte sich in Davida von Thümen, der Tochter eunes befreundeten Breslauer Oberlandesgerichtsrats. Die Eltern waren aber nicht an einer Heirat interessiert, da Hoffmann zu wenig verdiente – Professur hin oder her. Das zog sich bis mehrere Jahre hin.. 3.2.1829, Breslau, an Meusebach in Berlin Das war der letzte schönste Traum meines Lebens, den ich […]

| 1829


Bothenia-Davida von Thürnen

Zu Hoffmanns Freundeskreis in Breslau zählte auch Oberlandesgerichtsrat Karl von Winterfeld und dessen Familie, Es konnte nicht ausbleiben, daß das leicht entzündbare Herz des Dichters bei der jüngeren Schwester der Hausfrau Feuer fing. Davida von Thürnen war eine schöne junge Dame; beharrlich machte er ihr den Hof. Hoffmann v. F.; „Am 2. April (1831) wurde […]

| 1831


Das Hambacher Fest wird nicht erwähnt

6.5.1831, Breslau, an Meusebach in Berlin Ich habe in Wahrheit viel gelitten, Sie wissen mehr als mancher davon, aber niemand weiß es recht, was ich gelitten habe. Die letzten beiden Jahre besonders war ich mehr tot als lebendig. Es folgte eine Zeit, eine lange Zeit, wo ich nur noch eine Sehnsucht, einen Wunsch hegte – […]

| 1831


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Die Biographie von Hoffmann von Fallersleben in chronologischer Reihenfolge. Beginnend in Fallersleben, über Bonn, Berlin, Breslau, die Wanderjahre, Dresden, Mecklenburg, Neuwied, Weimar und Corvey.