Biographie

Der Kreis schliesst sich

18.5.1838, Breslau, an unbekannt Meine Bibliotheksfehden dauern nun schon Jahre lang; seit 1.April 1837 ist mir mein Kustodiatsgehalt zurückgehalten, ganz widerrechtlich, beispiellos ! Seit einem Vierteljahre habe ich dreimal mein Gesuch um Entlassung aus dem Bibliotheks-Dienst eingereicht, seit dem 1. Mai 1838 bin ich endlich freiwillig ausgeschieden, weil es endlich so weit gekommen war, daß […]

| 1838


Brief an Ferdinand Wolf (7)

Lieber Freund! Ueberbringer dieser Zeilen, der Quästor unserer Universität, Herr Hofrath Croll hat eine Vergnügungsreise nach Wien gemacht. Man kann nun zwar in einer so schönen und grossen Stadt überall und zu jeder Jahreszeit Vergnügen finden, doch entgeht einem Fremden sehr leicht manches und vieles. Ich bitte Sie daher, dass Sie Hrn. Croll auf die […]

| 1839


1840 – Unpolitische Lieder I

In den kommenden Jahren wird Hoffmann neben Georg Herwegh zur meistgehörten Dichterstimme im Land, Seine „Unpolischen Lieder“ und Herweghs „Gedichte eines Lebendingen, die 1840 beide erscheinen, erreichen eine für die damalige Zeit sehr hohe Auflage von jeweils etwa 15.000 – 20.000 Exemplaren. (Normalerweise lag die damalige Auflage von Lyrikbänden, genauso wie heute, bei etwa 1000 […]

| 1840


Brief von Julius Campe , Hoffmanns Verleger

…Dichter fordern zuweilen für ihre Erzeugnisse Preise, die ins Blaue gehen; – wir wußten nicht, welche Ansichten Sie in dieser Sache hegen, daher unser Vorschlag. Wenn Sie uns Ihre Forderungen jetzt nennen und dabei zugleich für die zweite und folgende Auflage Ihre Konditionen bemerken wollen, so ist es uns lieb, wenn dann, welches Schicksal das […]

| 1840


Die Unpolitischen Lieder

In den kommenden Jahren wird Hoffmann neben Georg Herwegh zur meistgehörten Dichterstimme im Land, Seine „Unpolischen Lieder“ und Herweghs „Gedichte eines Lebendingen, die 1840 beide erscheinen, erreichen eine für die damalige Zeit sehr hohe Auflage von jeweils etwa 15.000 – 20.000 Exemplaren. (Normalerweise lag die damalige Auflage von Lyrikbänden, genauso wie heute, bei etwa 1000 Exemplaren) Die einfache Form der Gedichte, denen Hoffmann von Fallersleben meist eine bekannte Melodie hinzufügt, sorgen für eine rasche Verbreitung von Mund zu Mund. Im Sommer 1841 schreibt er dann auf Helgoland den Text der Nationalhymne.

| 1840


Knüppel aus dem Sack

Die Osterfeiertage 1840 verbringt Hoffmann im Gebirge bei einem Freund, dichtet auch dort fleißig weiter und schreibt dann am 20. Mai 1840, wieder zurück in Breslau, an Campe: „…Ich gehöre nicht zu den Dichtern “ die für ihre Erzeugnisse Preise fordern, die ins Blaue gehen.“ Meine Poesie ist leider nur zu oft ins Graue gegangen… […]

| 1840


Grosser Erfolg der Unpolitischen Lieder

Im August reist Hoffmann nach Helgoland. Über Leipzig und Magdeburg gelangt er am 17. August nach Hamburg, wo er sich in die Deichstraße zu Campe begibt. Hoffmann hält ihn für einen gerissenen Geschäftsmann, der „sein Publikum, seine Zeit und seinen Vorteil sehr genau kennt.“ Nur noch 12 Exemplare der Unpolitischen Lieder sind vorhanden, 1250 sind […]

| 1840


Der zweite Teil der Unpolitischen Lieder

Gleich zu Jahresbeginn erhält Hoffmann einen Brief von Campe: „Für den zweiten Teil der U.L. sammeln Sie nur lustig zu. Die Zeit ist nicht poetisch, – sie gähnt wie ein vollgefressener Gourmand – der nur noch nach Pikantem greift – Hausmannskost reizt ihn nicht mehr; von allem ist genug da. Wenn der Lümmel gestachelt wird, […]

| 1841


Mut und Hoffnung genug, aber kein Geld

„Mut und Hoffnung habe ich genug, aber kein Geld. Nachdem ich von meinen 116 Talern jährlichen Gehalts meine Schulden einigermaßen bestritten habe, bleibt mir noch 10 ggr. täglich zu verzehren, und davon soll man auch noch die Gesundheit seiner Majestät des Königs trinken ! Nun Gott besser‘ s !“ So schreibt Hoffmann am 4.1.1841 aus […]

| 1841


Geburtstag bei den Gebrüdern Grimm

Am 25. März begibt Hoffmann sich in den Semesterferien auf die Reise nach Berlin, wo er unter anderem mehrmals die Brüder Grimm besucht. Jakob Grimm sagt ihm: „Ich habe mit großer Freude die U.L. gelesen, und sie mir gleich angeschafft, ich weiß, daß sie keine Gedichte verschenken. Meusebach wollte erst nicht anbeißen; nachher aber, als […]

| 1841


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Die Biographie von Hoffmann von Fallersleben in chronologischer Reihenfolge. Beginnend in Fallersleben, über Bonn, Berlin, Breslau, die Wanderjahre, Dresden, Mecklenburg, Neuwied, Weimar und Corvey.