Biographie

Bei Jakob Grimm und den Freien

Am 16. März 1843 ist er in Berlin bei Jakob Grimm zu Gast: „Wir waren sehr vergnügt. Ich gab mehrere lustige Geschichten und einige Kinderlieder zum besten. Jakob mißbilligte sehr Maßmanns Ausfall gegen mich in seinem schlechten Eraklius. Zwei Abende war ich bei Wallmüller mit einigen Studenten und den sogenannten Freien: Bruno und Edgar Bauer […]

| 1843


Lied eines Verbannten

Über Berlin und Althaldensleben reist Hoffmann in die alte Heimat nach Fallersleben m um ungestört einige ruhige Tage zu verbringen. „Ich beschäftigte mich viel im Garten, spielte mit den Kindern, spazierte im Freien, las Zeitungen , arbeitete und dichtete. Zu meinem Geburtstage begrüßten mich die Kinder mit Glückwünschen und Blumenkränzen. Ich war einige Tage recht […]

| 1843


Fahrender Sänger

„Hoffmann scheint „durch seine Entsetzung von der Professur nur ein Gefallen geschehen zu sein. Er ist nun ein fahrender Sänger, der überall fetiert wird…“ Manchen Zeitgenossen mißfällt, daß der „heruntergekommene Professor“, den man spöttisch den „Generalkneipier“ nennt, die deutschen Fürsten in Liedern schlecht mache, die er in seiner Brusttasche „auf Champagneretiketten geschrieben“ bei sich trage […]

| 1843


Die Vertreibung aus Fallersleben

Hoffmann schildert in einem Brief vom Karfreitag 1843 an Karl Milde in Breslau, wie die Sache ausging: „Den Dienstag darauf ging mein Schwager zum Drosten. Dieser meinte, die Sache stünde bedenklich, er habe unsere Auseinandersetzung, die auf dem Amte liegt, gelesen, darauf ließen sich keine Domizilrechte gründen, er könne nicht raten zu einem weiteren Verbleiben. […]

| 1843


Der Dichter braucht eine neue Bleibe

Am 21. April wohnt Hoffmann wieder in Althaldensleben bei Phillip Nathusius, wo er sich fünf Wochen lang aufhält. Er genießt die Natur, unterhält sich mit Phillip und seiner Frau Maria, die Deutsche Volkslieder vorzutragen weiß aber auch selbst komponiert, denkt nach und dichtet Frühlingslieder politischer Art. Aber so gut es ihm auch bei den beiden […]

| 1843


Die Dresdener gefallen ihm nicht

Am 30. Mai bezieht Hoffmann in Dresden eine freundliche, stille Wohnung an der Bürgerwiese. In den Morgenstunden bleibt er meist zu Haus und schreibt. Er vollendet ein Liederheft, das bereits zwei Wochen später unter dem von Fröbel gewählten Titel „Deutsche Gassenlieder“ veröffentlicht wird. Dann überarbeitete er seine sonstigen Gedichte, die Anfang August erschienen, sendete Beiträge […]

| 1843


Freundschaft mit Arnold Ruge

Je weniger er sich mit den Dresdener Philistern anfreunden kann, desto mehr sucht er Kontakt zu anderen Zugereisten,. Der bedeutendste unter ihnen war Arnold Ruge, dessen „Deutsche Jahrbücher“ gerade verboten worden waren. Ruge hatte sich zu dieser Zeit entschlossen nach Frankreich ins Exil zu gehen. In seinen Lebenserinnerungen schreibt Hoffmann über die Begegnungen mit ihm: […]

| 1843


Althaldensleben

Philipp Nathusius hat sich sehr gefreut, daß Sie ihn in Althaldensleben besuchen wollen. Er wünscht von Ihnen Tag und Stunde zu wissen, wann Sie in Magdeburg eintreffen, damit er Ihnen dann seinen Wagen schickte. Sollten Sie es nicht vorherbestimmen können, so finden Sie auch in Magdeburg wohl Gelegenheit. Einige Male geht auch Post nach Neuhaldensleben […]

| 1843


Heimatlos

„Hoffmann scheint „durch seine Entsetzung von der Professur nur ein Gefallen geschehen zu sein. Er ist nun ein fahrender Sänger, der überall fetiert wird…“ Manchen Zeitgenossen mißfällt, daß der „heruntergekommene Professor“, den man spöttisch den „Generalkneipier“ nennt, die deutschen Fürsten in Liedern schlecht mache, die er in seiner Brusttasche „auf Champagneretiketten geschrieben“ bei sich trage und „die er gleich bereit sei, nach niederträchtigen Melodien zu singen.“ Spitzelbericht über Hoffmann von Fallersleben

| 1843


An Main und Rhein

Über Leipzig, wo er immer noch unpässlich ist, begibt er sich nach Frankfurt. Mitte August hatte ihn der Buchhändler Suchsland zum Abendessen eingeladen. Es war eine große Gesellschaft, die am Mainufer zusammenkam. Eine Gondel mit bunten Laternen kommt den Main hochgefahren, man singt „Deutsche Worte hör‘ ich wieder“ und bringt ihm ein Hoch aus. Die […]

| 1843


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Die Biographie von Hoffmann von Fallersleben in chronologischer Reihenfolge. Beginnend in Fallersleben, über Bonn, Berlin, Breslau, die Wanderjahre, Dresden, Mecklenburg, Neuwied, Weimar und Corvey.