Gedichte von A-Z

Aus jenen grünen Büschen (Das verwüstete Dorf)

Aus jenen grünen Büschen Sah unser Dorf heraus, Da lag in Fried´ und Segen So manch Gehöft und Haus. Des wilden Feindes Beute Ward unser Hab und Gut; Und was er uns gelassen, Verzehrte Feuersglut. Jetzt irren wir wie Bettler Und heimatlos umher, Als ob auf dieser Erde Kein Glück noch Friede wär´. Der du … Weiterlesen …

Politische Gedichte | | 1837


Ausdruck unseres Volkes

Unsere Versammlung ist der Ausdruck unseres Volkes Schwerlich, so schlecht wie ihr gibt es kein Volk auf der Welt Mehr zu Ausdruck unseres Volkes im Fallersleben-Archiv:Deutschlandlied wird Nationalhymne Der Kampf für die deutsche Einheit war in der Zeit vor der Revolution 1848 /1849 dem sogenannten Vormärz, untrennbar verbunden mit dem Kampf für Bürger- und Menschenrechte. … Weiterlesen …

Politische Gedichte | | 1849


Ausgelitten ausgerungen (Zum oktroyierenden 5. Dezember 1848)

Ausgelitten, ausgerungen hast du endlich, deutsches Herz – Gut, daß er einmal verklungen, dieser deutsche Freiheitsmärz ! Gut, daß wir geworden kühler, wie es zum Dezember paßt. Unsere freiheitstrunkenen Wühler waren uns von je verhaßt. Gut, daß wir jetzt ohne Zittern nehmen jedes Blatt zur Hand, uns das Leben nicht verbittern um das liebe Vaterland. … Weiterlesen …

Politische Gedichte | | 1848


Austern und Hummersalat

Schlechte Zeiten! – Wieso? Noch essen die Herren mit Gott für König und Vaterland Austern und Hummersalat Mehr zu Austern und Hummersalat im Fallersleben-Archiv:Wir wollen lieben Gottes Wort (Neujahrslied aller… Freut euch des Lebens, weil noch das Lämpchen glüht! Pflücket die Rose, eh sie verblüht! Wir wollen lieben Gottes Wort Weib, Kind und Eltern immerfort … Weiterlesen …

Politische Gedichte | | 1849


Auswanderungslied

Unsre Fürsten hatten viel versprochen, Doch das Halten schien nicht ihre Pflicht. Haben wir denn nun soviel verbrochen, daß sie hielten ihr Versprechen nicht? Schlimmer wird es jetzt von Tag zu Tage, Schweigen ist nur unser einzig Recht: Untertanen ziemet keine Klage, Und gehorchen muß dem Herrn der Knecht. Unsre Brüder werden ausgewiesen, Mehr als … Weiterlesen …

Politische Gedichte | | 1846


Bald fällt von diesen Zweigen (Herbstlied)

Bald fällt von diesen Zweigen Das letzte Laub herab. Die Busch´ und Wälder schweigen, Die Welt ist wie ein Grab. Wo sind sie denn geblieben? Ach, sie sangen einst so schön — Der Reif hat sie vertrieben Weg über Tal und Höh´n. Und bange wird´s und bänger Und öd´ in Feld und Hag; Die Nächte … Weiterlesen …

Herbst | | 1836


Bald ist der Frühling da

Tra ri ra! Bald ist der Frühling da! Bald werden grün die Felder, Die Wiesen und die Wälder. Tra ri ra! Bald ist der Frühling da! Tra ri re! Schon schmilzet Eis und Schnee: Die Quellen rauschen wieder Von allen Bergen nieder. Tra ri re! Schon schmilzet Eis und Schnee. Tra ri ro! Jetzt sind … Weiterlesen …

Frühling | | 1845


Bankrott

Leipzig – Zentralgewalt – das ist als wollt ein Bankrotter daß ein Bankrotter ihn noch rettete vor dem Bankrott. Mehr zu Bankrott im Fallersleben-Archiv:Adel Orden Titel Adel gering nur im Kurs nicht gesucht sind Orden und Titel Fallen die drei, ist der Herr Absolutismus bankrottSag wo ist Vetter Michels Vaterland Sag wo ist, sag wo … Weiterlesen …

Politische Gedichte | | 1849


Barbarei oder Kultur

Rußland dort und die Freiheit hier! Uns bleibet nur eines: Freiheit oder der Zar, Barbarei oder Kultur Mehr zu Barbarei oder Kultur im Fallersleben-Archiv:Pesthauch der Gegenwart Wie wenig ich von der Zukunft und nächsten Gegenwart erwartete, darüber sprach ich mich klar aus, und mein letztes Lied vor der Abreise aus Bingerbrück war ein Zeugnis dafür. … Weiterlesen …

Politische Gedichte | | 1849


Bauernschinder und Minister

Mancher als Bauernschinder begann und endete als edler Volksdeputierter und wird endlich Minister sogar. Mehr zu Bauernschinder und Minister im Fallersleben-Archiv:Ich armer Sündenbock verschmachte (Minister in der… Ich armer Sündenbock verschmachte In dieser heißen Höllenglut Und doch, wenn ich es recht betrachte So geht´s mir immer noch zu gut Ich habe mit Rescripten weiland Geplagt … Weiterlesen …

Spott auf Obrigkeit | | 1849