Gedichte

-Es ist ein König in der Welt (Le roi est mort, vive le roi!)

Es ist ein König in der Welt, der hat das größte Reich, ´s ist keiner ihm an Gut und Geld und Macht und Ansehen gleich. Ich sag´ s euch, wenn ihr´ s noch nicht wißt, ich sag´ s euch, wer der König ist. Von Gottes Gnaden ist auch er, und was er tut, ist gut, […]

Gedichte | 1844


-Ich bin ein Preuße (Eine Singstimme)

“Ich bin ein Preuße,” singt nur einer,die andern aber brummen drein.Das klingt wahrhaftig, als ob keinerso recht ein Preuße wollte sein.O fände doch das Brummen Anhangund ließ uns solch ein Singsang kühl,das wäre schon ein guter Anfangvon deutscher Einheit Vorgefühl. 15. April 1841, Berlin  

Gedichte | 2005


-Ich kann nicht mehr entfliehen (Die Unvermeidlichen)

Ich kann nicht mehr entfliehenMein Unstern gehet mit:Zwei alte Jungfern ziehenMir nach bei jedem Tritt.Aus einem Land ins andreIn dies und jenes ReichWohin ich eben wandreDa sind auch sie sogleich Wie sehr ich sie auch hasseSie ziehn mir nach ins FeldIns Haus und auf die GassUnd durch die ganze Welt. Ich kann vor ihren BlickenUnd […]

Gedichte | 2007


-Ihr seid nicht dumm (es fehlt nur ´ne Kleinigkeit)

Ihr seid nicht dummihr seid nicht schlechtIhr wißt was Freiheit ist und RechtIhr liebt die Wahrheithaßt den ScheinIhr wollt auch gern freisinnig seinAuch habt ihr allesin der Welt:Ihr habt Gesundheit, Freud und Geldund Weib und KinderHof und Gut – doch fehlt euch eins, euch fehlt der Mut 1843 – Zum Abschied nach seiner Vertreibung aus […]

Gedichte | 2007


-Ihr wollet vorwärt schreiten (Hindurch)

Ihr wollet vorwärt schreiten und suchet einen Weg ? Im wilden Meer der Zeiten ist weder Weg noch Steg Da gilt nur keckes Springen da gilt nur Kraft und Mut und ein beharrlich Ringen mit sturmbewegter Flut Hindurch trotz allen Winden und trotz der Wellen Spiel ! Wir suchen nicht, wir finden – hindurch ! […]

Gedichte | | 1845


-Jeder schöpft aus seiner Quelle (Fremdherrschaft)

Jeder schöpft aus seiner Quelle weil sie ihm am nächsten ist jeder mißt nach seiner Elle weil er so am liebsten mißt Fremde Stiefel passen selten nach dem Kopf kauft man den Hut Nur das Eigene läßt man gelten denn Gewohnheit macht es gut Und so bleibt uns fremdes Gute fern vor unserer Eigenheit und […]

Gedichte | 1843


-Stehende Heere müssen wir haben (Chinesisches Loblied)

Stehende Heere müssen wir haben,Stehende Heer´ im himmlischen Reich.Wär´ es nicht wahrlich Jammer und Schade,wenn wir nicht hätten manchmal Parade,wenn wir nicht hörten den Zapfenstreich ?Stehende Heere müssen wir haben,stehende Heer´ im himmlischen Reich    Stehende Heere müssen wir haben,weil sie in Umlauf bringen das Geld:Wo die Soldaten zechen und zehren,muß sich der Handel und Wandel vermehren,stehende […]

Gedichte | 2005


-Vögel singen Blumen blühen (Wanderlied)

Vögel singen, Blumen blühen grün ist wieder Wald und Feld O so laß uns ziehn und wandern von dem einem Ort zum andern durch die weite grüne Welt Wie im Bauer sitzt der Vogel Saßen wir noch jüngst zu Haus. Aufgetan ist jetzt das Bauer, Hin ist Winter, Kalt´ und Trauer, Und wir fliegen wieder […]

Gedichte | 1835


-Wie ist doch die Zeitung interessant

Wie ist doch die Zeitung interessant für unser liebes Vaterland ! Was haben wir heute nicht alles vernommen ! Die Fürstin ist gestern niedergekommen, und morgen wir der Herzog kommen, Hier ist der König heimgekommen, dort ist der Kaiser durchgekommen, bald werden sie alle zusammenkommen – Wie interessant ! wie interessant ! Gott segne das […]

Gedichte | 2004


-Willkommen, Vater Itzstein

Füllt die Gläser bis zum Rande ! Brüder, stoßet an !Denn es gilt dem Vaterlande, gilt dem braven Mann.Vaterland, freue dich !Deine Nacht wird  immer heller:Itzstein, unser Stern, leuchtet nach und fern.Beide sind ja ungetrennet: Wo man´ s deutsche Landirgendwo auf Erden nennet, ist auch er genannt.Laßt uns streben, laßt uns streiten auf der Freiheit […]

Gedichte | 2005