Gott und Teufel

Morgen kommt der Weihnachtsmann

Morgen kommt der Weihnachtsmann, Kommt mit seinen Gaben Trommel, Pfeife und Gewehr, Fahn und Säbel und noch mehr, Ja ein ganzes Kriegesheer, Möcht´ ich gerne haben. Bring´ uns, lieber Weihnachtsmann, Bring´ auch morgen, bringe Musketier und Grenadier, Zottelbär und Panthertier, Roß und Esel, Schaf und Stier, Lauter schöne Dinge. Doch du weißt ja unsern Wunsch, […]

| , | 1835


Gott ist nur der Höchste auf Erden

Die allerhöchsten Herrschaften bestiegen den höchsten Gipfel des Berges, knieten nieder und flehten zum Höchsten. (Östl. Zeitungen) Gott ist nur der Höchste auf Erden, doch der Allerhöchste nicht. Willst du dessen inne werden, nun, so hast du hier Bericht: Alles allerhöchste auf Erden ist von Königesgeschlecht, und das kann doch Gott nicht werden, denn das […]

| | 1839


Was Erdensöhne wollt ihr noch von Gottes Sohn (Die Orthodoxen Royalisten)

Was, Erdensöhne, wollt ihr noch von Gottes Sohn ? Ihr setzt ihn auf und setzt ihn ab von seinem Thron. Er läßt euch ruhig schreiben, disputieren und schreien, Ihr wisset wohl, Er führt euch nicht zur Frohnfeste ein Und vor den Erdenherrschern kriecht ihr im Staube ! Wie unerschütterlich ist da doch euer Glaube ! […]

| | 1839


Ihr wollt es soll nur hier auf Erden (Die monarchischen Frommen)

Ihr wollt, es soll nur hier auf Erden ein Hirt und eine Herde sein, die ganze Welt soll dienstbar werden dem Wort des Herrn, nur ihm allein. Ihr habt die Bibel in den Händen, das Bajonett auf dem Gewehr – Soll so sich unser Leiden enden ? Ist das des Heiles Wiederkehr ? 10. Januar […]

| | 1840


Frau Seele schaffet Tag und Nacht

Der Herr von Leib regierte jetzt, ein ganz gewaltiger Mann, er ist gar wert und hochgeschätzt, und bleibt es auch fortan, denn viele Millionen sind ihm Untertan mit Weib und Kind. Frau Seele schaffet Tag und Nacht, das arme gute Weib, gräbt edles Erz aus manchem Schacht und nur für Herrn von Leib, denn Herr […]

| | 1840


Wenn wir auch ohne Ahnen sterben (Angebinde)

Wenn wir auch ohne Ahnen sterben und ohne Adelsglück und Ruhm: O glücklich, wenn wir dort ererben ein Gotteslehen zum Eigentum ! Auch ist‘s ein Trost für unser Leben, für unsere schwächliche Natur: Erbsünde hat uns Gott gegeben, Erbadel gaben wir uns nur. Text; Hoffmann von Fallersleben , am 9. Februar 1840 Unpolitische Lieder I  –

| | 1840


O glücklich wer noch Vettern hat

O glücklich, wer noch Vettern hat, dem glänzet noch ein Morgenrot: Er wird, wenn nicht Geheimerath, doch etwas noch vor seinem Tod Wohl tat´s dem armen Adam weh; daß Gott ihm nicht sein Eden ließ; er hatte keine Vettern je, sonst säß´ er noch im Paradies

| | 1840


Ihr seid nicht Christen (Kreuzigt ihn)

Ihr seid nicht Christen, seid nur Pfaffen, seid nicht des Heilands Ebenbild; ihr führte nicht der Liebe Waffen und traget nicht der Demut Schild. Der Heiland hat der Welt den Frieden, und nur der Sünde Krieg gebracht: Ihr aber habt zum Krieg hienieden die ganze Menschheit angefacht. Ihr kreuzigt täglich noch den Heiland; erschien´ er […]

| | 1840


Den Teufel sah man eines Tags (Verwöhnung)

Den Teufel sah man eines Tags mit einer Seel´ entschweben das war ein ungeratener Sohn vom Flecken Fallersleben. Die Sonne brannte fürchterlich, schwül war es allerorten, als wären plötzlich aufgetan die weiten Himmelspforten. Da schrie das arme Unglückskind: „Ach, hätt´ ich Trank und Speise!“ Doch schneller, immer schneller ging dahin die lustige Reise. Bei jedem […]

| | 1840


Ein Pfaffe bin ich nie gewesen

Pfaffe bin ich nie gewesen, ihr aber sollt mich doch verstehn Ich will euch heute Messe lesen für euch zu Gott dem Herrn flehn ! Und steh ich hier auf steilem Pfade so steh ich doch in Gottes Hand Mein Meßgewand ist Gottes Gnade und die Monstranz mein Vaterland Wir sind der Leib des Herren […]

| | 1841


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