Heimat

Ein Gärtlein weiß ich noch auf Erden

Ein Gärtlein weiß ich noch auf Erden, Drin wandl´ ich gern bei Tag und Nacht; Das kann mir nie verwüstet werden, Es ist von Engeln stets bewacht. Da zeigt sich noch den Augen immer Der Himmel wolkenleer und blau, Da äugelt noch wie Demantschimmer An Gras und Blättern Himmelstau. Da fließen noch die Brünnlein helle, […]

| | 1828


Herz du sollst vor Freude glühen

Herz, du sollst vor Freude glühen in des Herbstes mildem Glanz; für dein Hoffen, deine Mühen beut er dir den vollen Kranz Und ich hör´ s und blicke hin wie ein Wanderer auf der Flucht; wo ich eile, wo ich bin, fremde Bäume, fremde Frucht 11. August 1833

| | 1833


Wie sehn ich mich nach deinen Bergen wieder

Wie sehn ich mich nach deinen Bergen wieder nach deinem Schatten, deinem Sonnenschein! Nach deutschen Herzen voller Sang und Lieder nach deutscher Freud und Lust, nach deutschem Wein! Könnt´ ich den Wolken meine Hände reichen ich flöge windesschnell zu dir hinein; könnt‘ ich dem Adler und dem Lichtstrahl gleichen wie ein Gedanke wollt ich bei […]

| | 1839


Die deutschen Heimatlosen an ihre Brüder

Beschränkung der Preßfreiheit ist eine Stütze und ein Beweis der Tyrannei (Johannes von Müller, Werke 27, 207) Auch die mildeste Zensur ist ein Übel (Dahlmann, Politik, 1. Teil, S.305) Wo lebt in deutschen Herzen noch Erbarmen und Mitgefühl für unsere Qual und Not? Habt ihr für uns, die heimatlosen Armen, nichts als Verbannung nur und […]

| | 1843


Abschied der Zugvögel

Wie war so schön doch Wald und Feld wie traurig ist anjetzt die Welt Hin ist die schöne Sommerzeit und nach der Freude kam das Leid Wir wußten nichts von Ungemach, Wir saßen unterm Laubesdach, Vergnügt und froh im Sonnenschein Und sangen in die Welt hinein. Wir armen Vöglein trauern sehr, Wir haben keine Heimat mehr, Wir müssen jetzt von hinnen […]

| | 1843


Nur noch diese kleine Strecke (Der Gang in die Heimat)

Nur noch diese kleine Strecke und ich bin nicht fern vom Tor. Hinter jenen grünen Hecke blickt manch rotes Dach hervor Müde bin ich, aber gehen könnt´ ich sieben Stunden noch Meine Lieben müßt´ ich sehen und zur Heimat müßt ich doch Und ich fand den Garten wieder jeden Baum und jeden Strauch setzte mich […]

| | 1844


Leb wohl (Scheidegruß an Mecklenburg)

Leb wohl, du Land der guten Herzen ! Du Wiege deutscher Gastlichkeit ! Du hießest freundlich mich willkommen in jener trüben, bangen Zeit. Verfolgt im ganzen deutschen Reiche, aus meiner Heimat gar verbannt, fand ich in dir, was ich verloren, fand ich in dir mein Vaterland. Frei wie in deinen Saatgefilden der Vogel lebt, so […]

| | 1848


So mußt ich fliehn aus meiner Heimat

So mußt ich fliehn aus meiner Heimat – nur meine Sehnsucht kreiste stumm, wie der verjagte Adler kreiset, um sein zerstörtes Nest herum. Es wollte keine Hoffnung grünen hinieden dem Verbannten mehr; dem Heimatlosen blieb verboten zur Heimat jede Wiederkehr. Wie wehrend mit dem Flammenschwerte vorm Paradies der Engel stand: so wehrten Jahre lang Gensdarmen […]

| | 1848


In der Fremde

Wie lange soll ich noch fern dir sein? O Heimat! Ich habe vergebens gewünscht und gehofft, Vergebens nach dir mich gesehnt so oft, O Heimat! Wer fühlt mein Leiden, wer tröstet mich? 0 Heimat! Wer stillet mein heißes Verlangen nach dir? Wer trocknet die Träne des Heimwehs mir? 0 Heimat! Und werd´ ich nimmer dich wiederseh´n? 0 […]

| 1850


In der Heimat bin ich wieder

In der Heimat bin ich wieder, endlich ward sie wieder mein, soll für mich und meine Lieder niemals mehr verboten sein ! In der Heimat bin ich wieder ! Meiner Kindheit Lieblingsräume, alle Gärten, Weg‘ und Au‘n, alle Blumen, alle Bäume lächelnd mir entgegenschaun. Meiner Kindheit Lieblingsräume ! Glücklich, wem‘ s wie mir beschieden, so […]

| | 1867


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