Heimat

-Abschied der Zugvögel

Wie war so schön doch Wald und Feld wie traurig ist anjetzt die Welt Hin ist die schöne Sommerzeit und nach der Freude kam das Leid Wir wußten nichts von Ungemach, Wir saßen unterm Laubesdach, Vergnügt und froh im Sonnenschein Und sangen in die Welt hinein. Wir armen Vöglein trauern sehr, Wir haben keine Heimat mehr, Wir müssen jetzt von hinnen […]

Gedichte mit Tieren | Heimat | | 1843


-Die deutschen Heimatlosen an ihre Brüder

Beschränkung der Preßfreiheit ist eine Stütze und ein Beweis der Tyrannei (Johannes von Müller, Werke 27, 207) Auch die mildeste Zensur ist ein Übel (Dahlmann, Politik, 1. Teil, S.305) Wo lebt in deutschen Herzen noch Erbarmen und Mitgefühl für unsere Qual und Not? Habt ihr für uns, die heimatlosen Armen, nichts als Verbannung nur und […]

Heimat | Politische Gedichte | | 1843


-Ein Gärtlein weiß ich noch auf Erden

Ein Gärtlein weiß ich noch auf Erden, Drin wandl´ ich gern bei Tag und Nacht; Das kann mir nie verwüstet werden, Es ist von Engeln stets bewacht. Da zeigt sich noch den Augen immer Der Himmel wolkenleer und blau, Da äugelt noch wie Demantschimmer An Gras und Blättern Himmelstau. Da fließen noch die Brünnlein helle, […]

Heimat | Melancholie | | 1828


-Herz du sollst vor Freude glühen

Herz, du sollst vor Freude glühen in des Herbstes mildem Glanz; für dein Hoffen, deine Mühen beut er dir den vollen Kranz Und ich hör´ s und blicke hin wie ein Wanderer auf der Flucht; wo ich eile, wo ich bin, fremde Bäume, fremde Frucht 11. August 1833

Heimat | | 1833


-In der Fremde

Wie lange soll ich noch fern dir sein? O Heimat! Ich habe vergebens gewünscht und gehofft, Vergebens nach dir mich gesehnt so oft, O Heimat! Wer fühlt mein Leiden, wer tröstet mich? 0 Heimat! Wer stillet mein heißes Verlangen nach dir? Wer trocknet die Träne des Heimwehs mir? 0 Heimat! Und werd´ ich nimmer dich wiederseh´n? 0 […]

Auf der Flucht | Heimat | 1850


-In der Heimat bin ich wieder

In der Heimat bin ich wieder, endlich ward sie wieder mein, soll für mich und meine Lieder niemals mehr verboten sein ! In der Heimat bin ich wieder ! Meiner Kindheit Lieblingsräume, alle Gärten, Weg‘ und Au‘n, alle Blumen, alle Bäume lächelnd mir entgegenschaun. Meiner Kindheit Lieblingsräume ! Glücklich, wem‘ s wie mir beschieden, so […]

Heimat | | 1867


-So mußt ich fliehn aus meiner Heimat

So mußt ich fliehn aus meiner Heimat – nur meine Sehnsucht kreiste stumm, wie der verjagte Adler kreiset, um sein zerstörtes Nest herum. Es wollte keine Hoffnung grünen hinieden dem Verbannten mehr; dem Heimatlosen blieb verboten zur Heimat jede Wiederkehr. Wie wehrend mit dem Flammenschwerte vorm Paradies der Engel stand: so wehrten Jahre lang Gensdarmen […]

Auf der Flucht | Heimat | Politische Gedichte | | 1848