Liebesgedichte

Der Muck und die Fliege verheiraten sich

Der Muck und die Fliege verheiraten sich Auf einer Trauerweide Im Sonnenschein ganz öffentlich Und tanzen alle beide. Und was soll sein dein Heiratsgut Und deine Morgengabe? „Ein warmes Tröpflein Menschenblut Ist meine ganze Habe.“ Und was soll sein dein Sommergemach, Wo wir uns traulich finden? „Ein frischer, blumiger, heller Bach Im Schatten breiter Linden.“ […]

| | 1826


Ich sah die blaue unendliche See

Ich sah die blaue unendliche See Wie ward´s mir im Herzen so wohlig, so weh! Doch hab‘ ich dein blaues Auge gesehen Und weiß nun selber nicht, wie mir geschehn Und wenn ich die blaue unendliche See Auch immer und immer wiedersäh´ Das Wasser ewig doch Wasser bliebe Dein Aug ist ewig unendliche Liebe aus […]

| | 1827


Wie hab ich immer dein gedacht

Wie hab ich immer dein gedacht Wie du wohl jede finstre Nacht Und jeden Tag wohl hingebracht, Ob du geweint hast, ob gelacht! Dem Adler gleich, wenn er zur Sonne Durch Wolk‘ und Nebel sich erhebt, So geht das Herz mir auf in Wonne, Wenn mein Gedanke bei dir lebt. Du lilienheitres Angesicht Du Auge, […]

| | 1827


Dein Auge hat mein Aug erschlossen

Dein Auge hat mein Aug erschlossen Du sahst mich an, da ward es Tag Mit Licht und Farbe war umflossen Was einst im Graun der Nächte lag Zur Freude bin ich auserkoren, Ich träum in liebetrunkner Ruh; Ich lächle gar, in Lust verloren, Der dunklen Zukunft heiter zu. Und mir gehört das Nah‘ und Ferne, […]

| | 1833


Wie sich Rebenranken schwingen

Wie sich Rebenranken schwingen In der linden Lüfte Hauch Wie sich weiße Winden schlingen Luftig um den Rosenstrauch Also schmiegen sich und ranken Frühlingsselig, still und mild Meine Tag- und Nachtgedanken Um ein trautes liebes Bild in Liebe und Frühling (1833)

| | 1833


Ich muß hinaus ich muß zu dir

Ich muß hinaus, ich muß zu dir Ich muß es selbst dir sagen Du bist mein Frühling, du nur mir In diesen lichten Tagen Ich will die Rosen nicht mehr sehn Nicht mehr die grünen Matten Ich will nicht mehr zu Walde gehn Nach Duft und Klang und Schatten Ich will nicht mehr der Lüfte […]

| | 1833


Nimm diesen frischen Blumenkranz

Nimm diesen frischen Blumenkranz Den ich gewunden habe, Reich wie du selbst an Pracht und Glanz, Nimm ihn zur Hochzeitsgabe! So schöne Blumen blühn für dich, Die Wünsche sind’s, die meinen, Die hier zum Blütenkranze sich Einmütiglich vereinen. Und jede Blum ist nur ein Herz, Von Frühlingsglanz umwoben, Und jede blicket himmelwärts Und flehet Heil […]

| | 1834


Es blüht ein schönes Blümchen

Es blüht ein schönes Blümchen auf unsrer grünen Au. Sein Äug´ ist wie der Himmel so heiter und so blau Es weiß nicht viel zu reden, Und alles, was es spricht, Ist immer nur dasselbe. Ist nur: Vergißmeinnicht! Wenn ich zwei Äuglein sehe, So heiter und so blau, So denk ich an mein Blümchen Auf unsrer […]

| | 1835


Komm zum Garten zu dem wohlbekannten

Komm zum Garten, zu dem wohlbekannten Komm zum Rasensitz, dem oft genannten Wo zum Maitrank Schmetterling‘ und Bienen Sind erschienen Komm zum Herzen Herz, komm Mund zum Munde Schlägt die Stunde Um uns sollen sich die Vögel schwingen, Unsre Lieb und unsre Freude singen; Streuen sollen uns die Maienlüfte Blüt‘ und Düfte, Wenn wir küssend […]

| | 1835


Zwischen Blumen schlaf ich

Zwischen Blumen schlaf ich, bei des Baches Und der Vögel süßem Kosen Unterm Schirme des Holunderdaches Und im Dufte frischer Rosen Laßt mich schlafen, träumen, bis ich werde Meiner Liebe Glück erwerben Nur dem Liebenden gehört die Erde Ohne Liebe will ich sterben Blüten beben in dem Spiel der Winde Und dem Sang der Nachtigallen, […]

| | 1835


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