Liebesgedichte

Wie purpurschimmernd blühet das junge Heidekraut!

Wie purpurschimmernd blühet Das junge Heidekraut! Schön wie die Wange glühet Am Hochzeitstag der Braut. Rings Oed´ und tiefes Schweigen, Kein Menschenlaut erschallt, Und weiße Wolken steigen Empor vom Föhrenwald. Fern an des Waldes Saume Da treibt der Hirtenknab´, Und ich hier unterm Baume Seh´ still die Heid´ hinab. Von Heideblumen wänd´ ich Ein frisches […]

| | 1849


Und der Winter war vergangen

Und der Winter war vergangen, Und der Sommer ging herum, Und es zog mich heiß Verlangen Nach der Heimat wiederum. Doch es trieb kein Hirt zur Weide Seine Herd´ am Waldessaum, Denn sie teilten sich die Heide, Jeden Strauch und jeden Baum. Ja, so haben sie´s getrieben: Alles wurde Weid´ und Feld. Eins war übrig […]

| | 1849


Was ist die Welt

Was ist die Welt, wenn sie mit dir Durch Liebe nicht verbunden? Was ist die Welt, wenn du in ihr Nicht Liebe hast gefunden? Verklage nicht in deinem Schmerz Des Herzens schönste Triebe! Nur liebend ist dein Herz ein Herz, Was ist es ohne Liebe? Wenn du die Liebe nicht gewannst, Wie kannst du es […]

| | 1850


Wenn Dich mein Arm so fest umschlungen hält

Wenn Dich mein Arm so fest umschlungen hält Ist mein die Welt, denn Du bist meine Welt. Was mir entflohen schien, ich hab´ es wieder: Mein ist der Frühling, mein sind seine Lieder. Vereint sind unsre Herzen, meins ist Deins, Und jeder Blick sagt: Dein Geschick ist meins. O möchte so uns jeder Tag verschwinden […]

| | 1851


Neues Jahr du lehrst uns zwar (Neujahr 1852)

Neues Jahr, du lehrst uns zwar, Daß wir älter werden; Dennoch freut uns immerdar, Daß wir sind auf Erden. Unser Herz ist frisch und jung, Glücklich in Erinnerung; Eins ist uns geblieben: Unser treues Lieben. Jahre mögen kommen dann, Jahre mögen schwinden, Jedes, jedes soll fortan Uns in Liebe finden. Unser Glück soll immer sein: […]

| | 1852


Neuer Frühling neues Leben

Neuer Frühling neues Leben Neues Leben auch für mich! Denn der Himmel hat gegeben Beides mir, er gab mir Dich. Wenn ich d´rum Dich froh begrüße, Heute Dich an diesem Tag, Grüß´ ich alles Lieb und Süße, Was ich mir nur wünschen mag. Ist mir dieses Tags beschieden Manche frohe Wiederkehr, Nun, so will ich […]

| | 1852


Kein König gab mir einen Orden

Kein König gab mir einen Orden, Noch einen Titel oder Rang, Und dennoch bin ich mehr geworden, Als ich geahnt mein Leben lang. Der Herr der Herren, Er da droben Hat gnädig seines Knechts gedacht. Mein Herz muß preisen Ihn und loben: Er hat zum Vater mich gemacht. Zum 30. Mai 1852 – Neuwied , […]

| , | 1852


Siehe der Frühling währet nicht lang.

Siehe, der Frühling währet nicht lang: Bald ist verhallt der Nachtigall Sang. Blühen noch heute Blumen im Feld, Morgen ist öd´ und traurig die Welt. Aber der Liebe selige Lust Ist dich des Wandels nimmer bewußt. Alles auf Erden hat seine Zeit; Frühling und Winter, Freuden und Leid, Hoffen und Fürchten, Ruh´n und sich Müh´n, […]

| | 1852


Könnt ich wandeln durch die Auen!

Könnt´ ich wandeln durch die Auen, Blumen pflücken mir zum Strauß! Könnt´ ich von den Bergen schauen Weit ins grüne Land hinaus! Und Du gingst an meiner Seite Heiter wie die Frühlingswelt, Und Du gäbst mir das Geleite Ueberall durch Wald und Feld! Frühling ist es schon gewesen, Doch er stellt sich wieder ein: Wärest […]

| , | 1852


Wie lächelst du so froh mir zu!

Wie lächelst du so froh mir zu! O schöner Tag, wer ist wie du So reich an Lieb´ und Güte? So hat kein Frühling mein gedacht, Kein Frühling hat mir so gebracht Der Freude volle Blüthe. Erneut hat heut Deine Sonne Freud´ und Wonne Meinem Herzen, Das da lag in Leib und Schmerzen So sei […]

| | 1853


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