Liebesgedichte

O glücklich wer ein Herz gefunden

O glücklich, wer ein Herz gefunden Das nur in Liebe denkt und sinnt Und mit der Liebe treu verbunden Sein schön´res Leben erst beginnt Wo liebend sich zwei Herzen einen Nur eins zu sein in Freud und Leid Da muß des Himmels Sonne scheinen Und heiter lächeln jede Zeit Die Liebe, nur die Lieb ist […]

| | 1853


Dein Geburtstag heute wieder

Dein Geburtstag heute wieder, Und der Frühling kommt zu mir, Und das schönste aller Lieder Säng´ ich heute gerne Dir. Fühl´ ich mich doch neu geboren Und des Lebens erst bewußt, Seit mein Herz Dich hat erkoren Zur Genossin meiner Lust. Laß mich nur den Glückwunsch sagen In des Glückes Überschwang: Höre meines Herzens Schlagen! […]

| | 1855


Die letzten Sonnenstrahlen bleichen

Die letzten Sonnenstrahlen bleichen Grau wird der See wie in der Nacht Und dichte Nebelwolken streichen Und hüllen ein der Berge Pracht. Nur einen Strahl des ewigen Lichts! Sonst weiter nichts, sonst weiter nichts Wie ist es rings um mich so schaurig Als wollte sterben alle Lust; Wie wird mein Herz so still, so traurig, […]

| | 1856


Träum ich oder wach ich wieder

Träum ich oder wach ich wieder? Bin ich meiner mir bewußt? Sind das heut noch meine Lieder, Die ich sang aus voller Brust? Was ich dachte, was ich fühlte, Was mir schien mein bestes Sein, Was mich freute, labt‘ und kühlte, Darf ich’s heut noch nennen mein? Wie ein Traum so ist’s vergangen, Wie ein […]

| | 1856


Du rosige Apfelblüte

Du rosige Apfelblüte, Du blaues Vergißmeinnicht! O daß Dich Gott behüte. Eh´ noch mein Auge bricht! Wie aus dem Lenzgefilde Blickt ein Vergißmeinnicht, So blicket Lieb´ und Milde Aus Deinem Augenlicht. Und wie die Apfelblüte Aus ihrer Knospe bricht, So blühet Lieb´ und Güte Aus Deinem Angesicht. O daß Dich Gott behüte, Eh´ noch mein […]

| | 1859


Der schönste Wunsch

Der schönste Wunsch auf diesem Erdenrund, Den ich dem Himmel schon so oft tat kund Und den ich täglich heg´ im Herzensgrund Ihn kündet heute Dir der Mund: Sei heiter und Sei bald gesund! Zum 11 April 1860 – Weimar – Zum Geburtstage seiner Frau Ida

| | 1860


Das Liebste hab ich hier begraben

Das Liebste hab ich hier begraben, Das Liebste, was mir Gott beschied, doch blieb mir noch von seinen Gaben mein Kind, mein Vaterland, mein Lied. Doch wenn mein Lied je ausgesungen, wenn je mein Kind mich auch verläßt, dann halt ich, tief von Schmerz durchdrungen, das Allerletzte gläubig fest. Eins muß mir das Geleit doch […]

| | 1861


Ich hab im Traum gepflücket

Ich hab im Traum gepflücket Ein liebes Röslein mir Wie hat es mich entzücket In seiner Frühlingszier Es strömte neues Leben Ins kranke Herz hinein Ich mußt in Freude schweben Wie konnt ich glücklich sein Da kam ein böses Wetter Ließ nichts mir als mein Leid Denn meines Rösleins Blätter Zerstoben weit und breit Die […]

| | 1866


Ach Gott wie weh tut Scheiden

Ach Gott, wie weh tut Scheiden Von ihr, der Liebsten mein! In Schwarz will ich mich kleiden, Will alle Freuden meiden. Bis ich bei ihr mag sein. Ich will, wie Efeuranken Sich schmiegen um den Baum, So auch von dir nicht wanken In meinen Taggedanken Und nachts in meinem Traum. Leb wohl in Ruh und […]

| | 1870


Sie bracht ein frisches Sträußchen mir

Sie bracht ein frisches Sträußchen mir Von Veil und Immergrün. Ich trug’s an meinem Herzen hier Und mußt es sehn verblühn. Im Herzen aber blüht es fort Und kann auch nie verblühn, Denn meine Liebe bleibt mein Hort, Mein freudig Immergrün Ach, es treibt mich hin und wieder, Wie ich liebe, dir zu klagen; Könnten’s […]

| | 1870


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