Mein Leben (chronologisch) ..

Vom 25. Mai bis 2. Juli in Geisenheim. Es that mir wohl, nicht mehr in unmittelbarer Nähe den Kriegslärm zu hören und in fortwährender Angst und Aufregung leben zu müssen. Auf den kleinen Kreis lieber Freunde und Bekannten beschränkt, hatte ich wenigstens Ruhe zu arbeiten und es blieb mir auch Zeit, in dem friedlichen schönen ... Weiterlesen ...

(von etwa 1849)


Es sieht doch zu traurig aus. Ich wollte auf den Kampfplatz zurückkehren, es ist aber für unser einen der Weg dahin seit lange schon abgesperrt. Ob heute der Angriff des Fürstenheers beginnt – wer kann das bestimmen ? Wir sind, ob schon in ziemlicher Nähe, doch so ohne alle genaue Nachrichten aus Baden und der ... Weiterlesen ...

(von etwa 1849)


Den 3. Juli verließ ich Geisenheim und hoffte eine Zeitlang bei Itzstein weilen zu können. Als ich von Oestrich aus schon den halben Weg nach Hallgarten hinauf zurückgelegt hatte, erfuhr ich, daß Itzstein noch nicht zurückgekommen sei. Ich ging aber doch hinauf, packte meine Sachen um, nahm das Nothwendigste mit und fuhr um 7 mit ... Weiterlesen ...

(von etwa 1849)


Am andern Morgen ging ich nach Bielefeld und den 29. Juli kam ich in Bothfeld an. Ich trat in das Pfarrhaus ein mit der festen Absicht, Ida zu heiraten. Ich war heiter und voll Zuversicht, daß ich mein Ziel erreichen würde. Die Zustimmung der Eltern schien mir gesichert, nur hatte der Vater als Geistlicher Bedenken: nach ... Weiterlesen ...

(von etwa 1849)


Im elterlichen Hause wurden wir froh empfangen und wir fühlten uns wohl und glücklich. Obschon meine Zeit sehr in Anspruch genommen wurde durch den Familienverkehr, durch Spaziergänge und Besuche, so blieb mir doch noch manche Stunde zu ruhigem Arbeiten. Schon lange hatte ich daran gedacht, die vielen Geschichten, Schnurren und Witze, womit ich mich und ... Weiterlesen ...

(von etwa 1849)


Auf diese erquickliche Poesie folgte nun eine sehr unerquickliche Prosa. Um allen gesetzlichen Bestimmungen in Betreff meiner Heirat zu genügen, mußte ich mich unterziehen allerlei Schreibereien, Reisen, Besuchen und Verhandlungen. Da meine Braut als Braunschweigerin betrachtet wurde, und auf sie die braunschweigischen Gesetze Anwendung fanden, so war ein Haupthindernis beseitigt, nämlich daß der Oheim nicht ... Weiterlesen ...

(von etwa 1849)


Wir dachten nun ernstlich an unsere Uebersiedelung nach Bingerbrück. Da unsere Wohnung dort noch nicht eingerichtet war, so sollte ich vorher das Nöthige besorgen, Ida wollte dann mit ihrer älteren Schwester Alwine später nachkommen. Am 30. November kam ich in Bingerbück an. Unser Wirt empfing mich sehr freundlich und führte mich in meine Wohnung ein. ... Weiterlesen ...

(von etwa 1849)


Die rote Fahne wird über ganz Europa wehen ! „Brüder verzaget nicht.“ 5 Ggr. Ein Müller wird gesucht, der die Bereitung des Maitranks gründlich versteht. (alles aus aufgeklebten Zeitungsausschnitten zusammen gestellt) Also Brüder nicht verzagt ! 5 Ggr ! Ich habe von dem großen Putsch des Jahres 48 nie die Erfüllung unserer Hoffnungen erwartet. Es ... Weiterlesen ...

(von etwa 1850)


Das neue Jahr (1852) begann ich mit dem festen Entschlusse, eine neue Ausgabe meiner “ Geschichte des deutschen Kirchenliedes bis auf Luthers Zeit “ zu veranstalten. Bei den vielen Nachträgen, die ich selbst gesammelt hatte oder der Güte meiner Fachgenossen verdankte, hielt ich die Arbeit nicht für so schwierig. Bald aber stellte sich heraus, daß ... Weiterlesen ...

(von etwa 1852)


Kein König gab mir einen Orden, Noch einen Titel oder Rang, Und dennoch bin ich mehr geworden, Als ich geahnt mein Leben lang. Der Herr der Herren, Er da droben Hat gnädig seines Knechts gedacht. Mein Herz muß preisen Ihn und loben: Er hat zum Vater mich gemacht. Zum 30. Mai 1852 – Neuwied , ... Weiterlesen ...

(von etwa 1852)


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