Die Freiheit will errungen, kein Gnadenbissen sein

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Am Neujahrstage 1850 besucht Freiherr von Reden, der im Staatsdienste tätig war, das junge Paar. Was genau besprochen wird, erwähnt Hofmann nicht. Reden hinterläßt einen positiven Eindruck. Aber Hoffmann schreibt sich immer noch die Wut vom Hals:

“Die Freiheit will errungen, kein Gnadenbissen sein /
Mit Fäusten, nicht mit Zungen, greift an und schlaget drein!”

Viele Gedichte dieser Jahre bleiben unveröffentlicht. Ein Gedicht schreibt Hoffmann, in dem er sogar seine Vaterlandsliebe zurücknimmt. Da verwandelt er die “Deutsche Eiche” in eine Trauerweide. Hat er resigniert? Der Kampf um die Pressefreiheit, gegen Adelsprivilegien, für die Vereinigung in einem demokratischen Bund, alles umsonst ? Nie wieder den Fürsten vertrauen ! “Holz gehackt und die Welt verachtet” schreibt er über sich in dieser Zeit.