Als uns einst an deinem Grabe

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Als uns einst an deinem Grabe
deutsche Not zum Schwur verband
Da der Knechtschaft rote Fahnen
weithin wehten durch das Land
O wie hat verbotenen Schalles
dieses Lied die Brust durchgellt:
Deutschland, Deutschland über alles
über alles in der Welt !

Doch dann kam der Tag der Freiheit,
die der Führer uns gebracht;
lodernd rissen deine Worte
uns zum Licht nach trüber Nacht
Durch das Rund des Erdenballes
von der Etsch bis an den Belt
Deutschland, Deutschland über alles
über alles in der Welt !

Nun erfüllt der Länder Weiten
deutschen Schwertes Siegesklang
wieder führt dein Lied die Kämpfer
wie bei Langemark es klang.
Auf dem Rand des Eisenwalles,
übers Meer, durch Rußlands Feld
Deutschland, Deutschland über alles
über alles in der Welt !

Einigkeit und Recht und Freiheit,
was du sehntest, ist gestillt
machtvoll steigt zu neuem Glanze
deiner großen Liebe Bild.
Nie mehr kommt ein Tag des Falles,
frei klingt es zum Himmelszelt:
Hoch Großdeutschland über alles,
über alles in der Welt.

Geschrieben von Heinrich Röser – zum 26. August 1941 , dem 100. Jahrestag der deutschen Nationalhymne , die Hoffmann von Fallersleben am 26. August 1841 auf Helgoland geschrieben hatte. Da setzt sich der Geist der Sedanfeiern , des Gemetzels der Schlachten bei Langemarck fort, da wird eine “Brust durchgellt” und die Sprache gequält, und der “Knechtschaft rote Fahnen” wehen zur Kaiserzeit durch das Land…. Au weia. Und sowas wollte die Welt beherrschen! (und es gibt immer noch genug, die die “gute alte Zeit” verherrlichen und wollen, daß das wiederkommt)