Freiligrath und Engels

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Ich wendete mich dem Rhein zu, um auf seiner preußischen Seite einen Wohnsitz mir zu wählen. In Köln traf ich mit Freiligrath zusammen. Er hatte sich mit seiner Familie hier niedergelassen. Ich verlebte mit ihm hier und in Düsseldorf einige frohe Tage.

Die Rheinische Zeitung war als ” Neue Rheinische Zeitung ” wieder ins Leben getreten, sie hatte aber eine Richtung eingeschlagen, die ich unter allen Verhältnissen nicht allein bisher bekämpft hatte, sondern immer zu bekämpfen für Pflicht und Ehre hielt. Ich gerieth mit Engels in heftigen Streit, wie er behauptete: ›Wir sind sehr weit, sind keine Deutsche, wollen keine Deutsche sein, wir sind Franzosen, unsere Arbeiter verstehen alle französisch, wir haben den Code Napoléon, wissen nichts von Feudalismus etc.‹
Dergleichen lächerlichen, wahnwitzigen Behauptungen konnte man damals leider oft begegnen. Viele die sich berufen fühlten einzugreifen in die Volksbewegung, waren außer Rand und Band gegangen, und statt aufzuklären, verwirrten sie sich und andere, als ob wir nicht schnell genug da wieder ankommen könnten, von wo wir ausgegangen waren.
Noch den letzten Tag war ich bei Freiligrath . Ich las ihm und seiner Frau meine Distichen vor, die unter dem Namen ” Spitzkugeln ” erscheinen sollten. Beide waren sehr erfreut und meinten, ich dürfe aber ja keine zurücklassen. in Mein Leben –