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In der Mitte Februars machte ich einen Ausflug nach Wismar auf einige Tage, die ich im Kreise von Freunden und Bekannten sehr angenehm verlebte. Ich wohnte auch einer Sitzung des ›geselligwissenschaftlichen Vereines‹ bei. Dr. Haupt hielt einen Vortrag über die Reformbestrebungen auf dem meklenburgischen Landtag, worauf denn ein gemeinschaftliches Abendessen mit Trinksprüchen und Liedern folgte. Es ging nun einmal nicht anders: bei solchen Gelegenheiten mußte ich singen, einerlei ob gern oder nicht. Meine drei Lieder wurden mit Beifall aufgenommen, daß sie aber je zur Wahrheit werden würden, daran dachte niemand. So sang ich denn auch: Der Sommer ist gekommen für das deutsche Vaterland. Frisch auf drum, deutscher Michel jetzt nimm die Sens´ und die Sichel....! "
Und es war ein altes Lied, schon vom Jahre 1843, paßte aber als ob es eben frisch gemacht wäre. Denn daß dies harmlose politische Leben seine Endschaft erreicht hatte, war vorauszusehen. Noch in Wismar erfuhr ich aus den Zeitungen schon von den Münchener Studenten-Unruhen und dem Umschwung der Dinge in Neapel.
Den 19. Februar war ich wieder in Holdorf. Mit wachsender Theilnahme verfolgten wir den Gang der Begebenheiten. Schon Ende Februars erfuhren wir von den Unruhen in Paris und den 1. März, daß der König der Franzosen fortgejagt und die Republik ausgerufen sei. |