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Den andern Tag begab ich mich nach Berlin, kehrte bei Erk wieder ein, besprach mit ihm das Volksgesangbuch und setzte dann am 20. April meine Reise fort. Ich blieb nur wenige Tage in Holdorf, den 6. Mai war ich wieder bei Erk. Wir arbeiteten nun sehr fleißig an dem Volksgesangbuch , ich hatte keine Zeit mich um andere Dinge viel zu bekümmern. Hofrath Feiler, den ich zuweilen sah, gab mir Nachricht über den Stand meiner Anstellungs-Angelegenheit. Den 11. Mai erzählte er mir, der neue Cultusminister Graf Schwerin habe drei Räthen meine Sache übergeben und gesagt: ›Es versteht sich von selbst, daß er wieder angestellt wird.‹ Mit Herrn Jellinghaus von Magdeburg war ich öfter zusammen. Mit ihm ging ich in die Versammlung im Opernhause, wo unter dem Vorsitze von Prutz die Wahlcandidaten für Frankfurt aufgestellt werden sollten. Man bestürmte mich, doch auch aufzutreten, ich würde gewiß gewählt etc. Nachdem ich einige Augenblicke zugehört hatte, war meine Neugier befriedigt und wir gingen weiter.
Unser gemeinschaftlich begonnenes Buch war fertig. Am Tage der Eröffnung des deutschen Parlaments, 18. Mai, schrieb ich mein Vorwort. Erk wollte nicht auf dem Titel stehen. Ich konnte aber doch seinen Antheil nicht verschweigen und suchte seinen Verdiensten in der Vorrede gerecht zu werden. Das Buch erschien in kleinem Formate unter dem Titel: " Deutsches Volksgesangbuch von Hoffmann von Fallersleben ". Mit 175 eingedruckten Singweisen, und Nachrichten über die Dichter und Tonsetzer.‹ ( Leipzig. Verlag von Wilh. Engelmann . 1848.) |