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Die Aussichten für den Verkauf meiner Bibliothek waren seit Bettinas Bemühungen nicht besser geworden, meine jetzige Lage aber forderte dringender wie damals dies theuere Besitzthum nutzbar zu machen. Den 1. März wendete ich mich an den Minister von Ladenberg mit der Bitte, den Ankauf meiner Bibliothek zu bewerkstelligen, für die Handschriften begehrte ich 1500 Rb., und die der Berliner Bibliothek fehlenden Werke wollte ich zu Preisen ablassen, [32] die ihrem Werthe und ihrer Seltenheit entsprächen. Zu Anfange Mais antwortete der Minister, der Herr Oberbibliothekar Pertz würde mit mir unterhandeln. Am 20. Mai traf dann von diesem ein Brief ein: er bot mir 1000 Rb. für die Handschriften und die niederländischen Bücher. Ich war außer mir. Einem wohlhabenden, angesehenen, regierungsbeliebten und in seinen Augen anständigen Manne hätte der Herr Geh. Rath so etwas nie zu bieten gewagt, aber einem gemaßregelten, verfolgten, endlich wieder amnestierten armen Teufel wie mir konnte er mit vergnügter Aussicht auf Erfolg einen solchen Spottpreis bieten.
Aergerlich über die vielen bisherigen zeitraubenden und kostspieligen und immer vergeblichen Bemühungen, meine Bibliothek zu verwerthen, entschloß ich mich endlich, dieser Quälerei ein Ende zu machen, zumal nun auch der letzte Versuch gescheitert war, ein höheres Gebot beim Herrn GR. Pertz zu erzielen, und schrieb ihm, daß ich sein Gebot annähme. |