|
"Gott erhalte den Tyrannen, den Tyrannen Dionys ! Wenn er uns des Heils auch wenig und des Unheils viel erwies, wünsch´ ich doch, er lebe lange, flehe brünstig überdies: Gott erhalte den Tyrannen, den Tyrannen Dionys !"
Eine Alte sprach im Tempel eines Tages dies Gebet. Der Tyrann kam just vorüber, Wüßte gerne, was sie tät´: "Sag mir doch, du liebe Alte, sag, was war denn dein Gebet ?" - "Ach, ich habe nur gebetet, nur für euer Majestät.
Als ich war ein junges Mädchen, fleht´ ich oftmals himmelan: "Lieber Gott, gib einen bessern!" Und ein schlechtrer kam heran; und so kam ein zweiter, dritter immer schlechterer Tyran; Darum fleh ich heute nur noch: "Gott erhalt´ uns dich fortan!"
2. Juli 1841 In ihrer eigenen Melodie |