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Ein politisch Lied, ein garstig Lied, so dachten die Dichter mit Goethen und glaubten, sie hätten genug getan, könnten sie girren und flöten !
Von Nachtigallen, von Lieb und Wein, von blauen Bergesfernen von Rosenduft und Lilienschein, von Sonne, Mond und Sternen doch anders dachte das Vaterland, das will von der Dichterinnung keinen verbrauchten Leiertand, und keine biedere Gesinnung
Ein politisch Lied, ein garstig Lied...
Ich sang nach alter Sitt und Brauch von Mond und Sterne und Sonne von Wein und Nachtigallen auch, von Liebeslust und Wonne Da rief mir zu das Vaterland, Du sollst das Alte lassen den alten verbrauchten Leiertand, du sollst die Zeit erfassen
Ein politisch Lied, ein garstig Lied....
Denn anders geworden ist die Welt, es leben andere Leute was gestern noch stand, schon heute fällt, was gestern nicht galt, gilt heute Und wer nicht die Kunst in unserer Zeit, weiß gegen die Zeit zu richten der werde nun endlich beizeiten gescheit und lasse lieber das Dichten.
Ein politisch Lied, ein garstig Lied, so dachten die Dichter mit Goethen und glaubten, sie hätten genug getan, könnten sie girren und flöten !

15. Juni 1842
Short Translation: „A Political Song is a nasty song That´s what poets thought from goethe on But the world has changed and people have changed too And things that have been right yesterday will fall today And what yesterday was wrong will be politically correct tomorrow! And he, who does not know how to use poetry against the faults of our times should better keep his mouth closed – The times they are a changing!“ (Maybe this is where Bob Dylan got the idea from...!) |