Fallersleben-Jahr: 1850

Das Leben des Hoffmann von Fallersleben

Die Freiheit will errungen, kein Gnadenbissen sein

Am Neujahrstage 1850 besucht Freiherr von Reden, der im Staatsdienste tätig war, das junge Paar. Was genau besprochen wird, erwähnt Hofmann nicht. Reden hinterläßt einen positiven Eindruck. Aber Hoffmann schreibt sich immer noch die Wut vom Hals: „Die Freiheit will errungen, kein Gnadenbissen sein / Mit Fäusten, nicht mit Zungen, greift an und schlaget drein!“ […]

Dienstag. 01. Januar 1850 in: Biographie |


Nach der Revolution

Hoffmann schreibt: "Heutigen Tages schwindet das Interesse an der einzelnen Persönlichkeit immer mehr. Alles drängt sich der Masse gegenüber Masse zu werden, in der Masse sucht jeder halt und sich geltend zu machen. Das sah ich bereits 1840, und was ich oft über unsere damaligen politischen, religiösen und geselligen Zustände dachte und sprach, bestätigt sich immer mehr. Eine Teilnahme, wie sie für den Verfasser der unpolitischen Lieder in den Jahren 1840-43 war, ist heute kaum denkbar. "

Dienstag. 01. Januar 1850 in: Biographie |


O Herr der Herrn erwache (Deutschland)

O Herr der Herrn, erwache ! O bring uns einen Tag, den einen Tag der Rache, der alles sühnen mag ! Der Frühling darf nur schmücken der Freiheitskämpfer Grab, dem Flüchtling Blumen pflücken und kränzen Hut und Stab. Was wir gehofft ward wieder der vielgeträumte Traum; Verklungen sind die Lieder, dürr ist der Freiheitsbaum. Nicht […]

Montag. 18. Februar 1850 in: Allgemein | , |


Greift an das Werk mit Fäusten

Greift an das Werk mit Fäusten ! das Rechten hilft nicht mehr. Ihr Besten und Getreusten, zur Tat, zur Gegenwehr ! Wenn alles ist verloren, dann hofft nur noch ein Tor; im Kampf nur wird geboren, was euere Ruh verlor. Was sie versprochen hatten von Recht und Billigkeit ist nur ein Schall, ein Schatten, ein […]

Dienstag. 19. Februar 1850 in: Politische Gedichte | |


Nicht ganz verliert doch das Gedächtnis!

Nicht ganz verliert doch das Gedächtnis ! O träumet doch nicht gar zu sehr ! Euch ließ die Zeit noch ein Vermächtnis: „Nichts hofft von Euren Fürsten mehr !“ Das sollt ihr treu im Herzen tragen trotz allem Fluch der Sklaverei ! Das sollt ihr weinen, jammern, klagen als letzten Trost und Racheschrei ! Dann […]

Montag. 11. März 1850 in: Politische Gedichte | |


Nicht Mord nicht Bann noch Kerker

Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker nicht Standrecht obendrein es muß noch stärker kommen soll es von Wirkung sein. Ihr müßt zu Bettlern werden müßt hungern allesamt Zu Mühen und Beschwerden verflucht sein und Verdammt Euch muß das bißchen Leben so gründlich sein verhaßt daß Ihr es fort wollt geben wie eine Qual und Last […]

Montag. 11. März 1850 in: Politische Gedichte | |


Soll uns keine Hoffnung werden

Soll uns keine Hoffnung werden keine mehr in unserem Leide Ach ! Der erste Baum, der grünet ist die deutsche Trauerweide Deutschland kannst Du dich noch rühmen deiner Reben, deiner Eichen ? Deutschland nimm die Trauerweide jetzt zum Wahr- und Lebenszeichen geschrieben im März 1850 , nach der Niederschlagung der Revolution , wie eine Antwort auf […]

Donnerstag. 14. März 1850 in: Allgemein | , |


Es ist der Anfang des Kampfes

Die rote Fahne wird über ganz Europa wehen ! „Brüder verzaget nicht.“ 5 Ggr. Ein Müller wird gesucht, der die Bereitung des Maitranks gründlich versteht. (alles aus aufgeklebten Zeitungsausschnitten zusammen gestellt) Also Brüder nicht verzagt ! 5 Ggr ! Ich habe von dem großen Putsch des Jahres 48 nie die Erfüllung unserer Hoffnungen erwartet. Es […]

Sonntag. 28. April 1850 in: Biographie |


Nicht betteln nicht bitten

Nicht betteln nicht bitten nur mutig gestritten nie kämpft es sich schlecht für Freiheit und Recht Und nimmer verzaget von neuem gewaget und mutig voran so zeigt sich der Mann Wir wollen belachen die Feigen und Schwachen wer steht wie ein Held dem bleibet das Feld Einst wird es sich wenden einst muß es sich […]

Mittwoch. 15. Mai 1850 in: Politische Gedichte | |


Drei Maikäfer kamen zusammen

Drei Maikäfer kamen zusammen Und sprachen allerhand: Sie fühlten sich gar nicht zufrieden, Brumm brumm summ summ summ, zufrieden, Sie wollten sich machen bekannt Mit einem besseren Land. Da sprach dann der älteste Käfer Wohl möcht ich über´n Rhein! Doch drüben im herrlichen Frankreich, Brumm brumm summ summ summ, ja Frankreich; Da macht man in […]

Sonntag. 19. Mai 1850 in: Kinderlieder | Politische Gedichte | |