Deutsches

O sei auch uns ein Frühling (Rede zu Albrecht Dürers Geburtstag 1828)

O sei auch uns ein Frühling ! Leit uns aus des Winters Dürftigkeit in deine reiche, herrliche Welt ! Laß uns nicht suchen fern in der Fremde, Sklaven unerquicklicher Nachahmung, Götzendiener des Altertums, was du auf heimischem Boden gefunden frei und edel, mit deutscher Beharrlichkeit ! Laß deine Blüten unsere Hoffnungen sein, auf diesem Boden, hier, […]

| | 1828


Treue Liebe bis zum Grabe

Treue Liebe bis zum Grabe Schwör ich dir mit Herz und Hand; Was ich bin und was ich habe, Dank ich Dir mein Vaterland Nicht in Worten nur und Liedern Ist mein Herz zum Dank bereit, Mit der Tat will ich’s erwidern Dir in Not, in Kampf und Streit. In der Freude wie im Leide […]

| | 1839


Wundertätig ward die Mütze (Mützen)

Wundertätig ward die Mütze, die dereinst Francesco trug – Das ist Wunder doch genug ! Die französische Freiheitsmütze ward zur Kaiserkrone gar – o wie groß, wie wunderbar ! Und des Preußen Landwehrmütze ward ein deutscher Siegeshut – und dies Wunder tat uns gut. Doch bei unsern heutigen Mützen ist von Wunder keine Spur, denn […]

| | 1839


Ist das Deutsch schon so verdorben (Lapidarstil)

Ist das Deutsch schon so verdorben, daß man‘s kaum noch schreiben kann ? Oder ist es ausgestorben, daß man´s spricht nur dann und wann ? Oder habet ihr vernommen, daß es bald zu Ende geht ? Daß die Zeiten nächstens kommen, wo kein Mensch mehr Deutsch versteht ? Jedes Denkmal wird frisieret von der Philologen […]

| | 1840


Sitte war‘s in alten Tagen (Chatten)

Sitte war‘s in alten Tagen bei der edlen Chattenschar: Bis man einen Feind erschlagen ließ man wachsen Bart und Haar. Auch noch heute gibt es Chatten, die mit langen Bärten gehen, weil sie noch das Glück nicht hatten irgendeinen Feind zu sehen. Wo die meisten Feinde waren, drang der Chatte wild hinein, Von des Leibes […]

| | 1840


Ihr braucht nicht Fahnen (Die deutschen Fahnen zu Paris)

Ihr braucht nicht Fahnen und Standarten, Ihr habt Erinnerung genug, genug, genug an Bonaparten, wie er die Welt in Fesseln schlug. Nicht durch sein siegen, plündern, morden ward er dereinst der Mann der Zeit; er ist was Großes nur geworden durch seiner Zeit Erbärmlichkeit. Dies Große wißt ihr schlecht zu schätzen, Ihr wollt kein Bild […]

| | 1840


Welch ein Leben (Auf der Bierbank)

Welch ein Leben ! welch ein Streiten für die Wahrheit und das Recht ! Auf der Bierbank – Unsere Sitten, unsere Zeiten, nein, sie sind fürwahr nicht schlecht! Auf der Bierbank Weg mit Gilde, Zunft und Innung, weg mit allem Rang und Stand! Auf der Bierbank – hier gilt nur allein Gesinnung, hier gilt nur […]

| | 1840


Norden Süden Wein und Bier (Rechts und Links)

Norden, Süden, Wein und Bier, plattdeutsch dort und hochdeutsch hier, Katholik und Protestant, mancher Fürst und manches Land – Wer das nicht vergessen kann, ist fürwahr kein deutscher Mann; wenn er‘s gut mit dir auch meint, Vaterland, er ist dein Feind ! Das bedenket jeder Zeit; wenn ihr strebt nach Einigkeit, Deutsche Fürsten, deutscher Bund, […]

| | 1840


Tod dem Alten Tod dem Neuen (Altes und Neues)

– die Deutschen sind entzweit; denn die Einen streben zu erhalten, und die andern schwören Tod dem Alten. (König Ludwig I. von Bayern, Ged. 3,8.) Tod dem Alten, Tod dem Neuen, Allem was uns trennen muß ! Sprecht nicht mehr von Luthers Siege, nicht vom dreißigjährigen Kriege und westfälischem Friedensschluß Tod dem Alten, Tod dem […]

| | 1840


Hallelujah hallelujah wir wandern nach Amerika

Hallelujah, hallelujah wir wandern nach Amerika was nehmen wir mit ins neue Vaterland, wohl allerlei, wohl allerhand: Viele Bundestagesprotokolle, manch Budget und manche Steuerrolle eine ganze Ladung von Schablonen zu Regierungsproklamationen weil es in der neuen Welt, sonst dem Deutschen nicht gefällt Hallelujah, hallelujah wir wandern nach Amerika was nehmen wir mit ins neue Vaterland, […]

| | 1841


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Lieder und Gedichte über deutsche Eigenarten, deutsche Besonderheiten, die Zustände in den deutschen Landen und Kleinstaaten.