Rheinlied

Der freie deutsche Rhein

Sie sollen ihn nicht haben den freien deutschen Rhein, ob sie wie gierige Raben sich heiser danach schrein So lang er ruhig wallend sein grünes Kleid noch trägt so lang ein Ruder schallend In seine Woge schlägt Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen rhein, so lang sich Herzen laben an seinem Feuerwein so […]

| 1840


Sie sollen ihn nicht haben (Spottversion)

Sie sollen ihn nicht haben den freien deutschen Rhein, das wissen schon die Knaben, die sieben Jahr alt sein Solang man ruhig wallend die Zuchthausjacke trägt solang der Gessel schallend aufs breite Sitzfleisch schlägt. Sie sollen ihn nicht haben den Rheinstrom deutsch und frei solang sich Fettbäuch laben an Bundespolizei Solang im deutschen Lande nicht […]

| 1840


Der deutsche Rhein

Der deutsche Rhein – ! Wie klingt das Wort so mächtig! Schon sehn wir ihn, den goldig-grünen Strom, Mit heitern Städten, Burgen stolz und prächtig Die Lurlei dort und dort den Kölner Dom! Der freie Rhein – ! Gedächtnis unsrer Siege, Du mit dem Blut der Edelsten getauft, Ruhm unsrer Väter, die in heil’gem Kriege […]

| 1840


Wo solch ein Feuer noch gedeiht

Wo solch ein Feuer noch gedeiht Und solch ein Wein noch Flammen speit, Da lassen wir in Ewigkeit Uns nimmermehr vertreiben. Stoßt an! Stoßt an! Der Rhein, Und wär’s nur um den Wein, Der Rhein soll deutsch verbleiben. Herab die Büchsen von der Wand, Die alten Schläger in die Hand, Sobald der Feind dem welschen […]

| 1840


Wir wollen ihn nicht lassen

Wir wollen ihn nicht lassen den freien deutschen Rhein wie sie darob uns hassen kann uns gleichgültig sein Noch lebt der deutsche Glaube Noch gilt ein deutsches Wort dies wahrt vor jedem Raube und lebet fort und fort ! Wir wollen ihn nicht lassen den freien deutschen Rhein wenn sie sich auch in Massen kampflustig […]

| 1840


Sie haben ihn da oben (Rheinlied)

Sie haben ihn da oben Den alten deutschen Rhein Deshalb soll stets gehoben Das Schwert des Deutschen sein Mit welcher Schalkheit raubte Der Ludwig uns das Land Weil Deutschland mit dem Haupte Des Reichs in Fehde stand O Straßburg, Burg der Straßen Von Frankreich und Burgund Solang dort Franzen rasen Wird Deutschland nicht gesund Dein […]

| 1842


Es klang ein Lied vom Rhein

Es klang ein Lied vom Rhein Ein Lied aus deutschem Munde, Und schnell wie Blitzesschein Durchflog’s die weite Runde, Und heiß wie Blitzesschein Durchzuckt‘ es jede Brust Mit alter Wehen Pein, Mit junger Freuden Lust. Sein heller Wiederklang Vom Süden fort zum Norden Ist gleich wie Wehrgesang Des Vaterlands geworden. Nun brause fröhlich, Rhein: Nie […]

| 1842


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Ende Juli 1840 veröffentlichte Niklas Becker sein anti-französisches Gedicht „Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein“. Dieses Lied verbreitete sich in kurzer Zeit im ganzen deutschen Reich. Ein Druck erhielt gleich acht Melodien auf die dieses „Nationallied“ zu singen wäre.  Das Lied fand zahlreiche Nachahmer und mehr oder weniger poetische Antworten und Gegenlieder. Hoffmanns „Deutschland Deutschland über alles“ ist ohne „Sie sollen ihn nicht haben den freien deutschen Rhein“ kaum denkbar