Auf ihr Brüder laßt uns wallen

Auf, ihr Brüder, laßt uns wallen In den großen heil’gen Dom, Laßt aus tausend Kehlen schallen Des Gesangs lebendgen Strom! Wenn die Töne sich verschlingen, Knüpfen wir das Bruderband, Auf zum Himmel Wünsche dringen Für das deutsche Vaterland, Auf zum Himmel Wünsche dringen, für das deutsche Vaterland.

In der mächt’gen Eichen Rauschen Mische sich der deutsche Sang. Daß der alten Geister Lauschen Sich erfreuh am alten Klang. Deutsches Lied, tön ihnen Kunde Fort und fort vom deutschen Geist, Der in tausenstimmigem Bunde Seine alten Helden preist.
Überall in deutschen Landen Blühet kräftig der Gesang, Der, aus tiefster Brust entstanden, Kündet laut des Herzens Drang Deutsches Lied, aus deutsche Herzen, Tönet fort von Mund zu Mund, Hemm die Klagen, heil die Schmerzen, Knüpfet freier Männer Bund.
Sei gegrüßt, du Fest der Lieder, Ströme Freud und Segen aus, Daß die Scharen treuer Brüder Kehren froh ins Vaterhaus! Nun, wohlan denn, Deutschlands Söhne, Laßt uns feiern Hand in Hand, Und die frohe Kund töne Durch das weite Vaterland!

Auch ein Lied, welches Hoffmann von Fallersleben womöglich beeinflusst hat. Besonders die Stelle mit dem „deutschen Sang“ in unserer derzeitigen Nationalhymne hat hier und in anderen Liedern sicher ihre Wurzel: siehe hierzu auch http://www.volksliederarchiv.de/text1030.html