Biographie

Ich bin ein Preuße

Ein kleiner Trost ist der Besuch einer Veranstaltung mit „vaterländischen Gesängen“ unter der Leitung des königlichen Musikdirektors im Konzertsaal des königlichen Schauspielhauses, bei der auch drei „Husarenlieder“ Hoffmanns gesungen werden. „Ich bin Husar gewesen, ein preußischer Husar.“ Rauschender Beifall, „Da Capo“ – Rufe. Einige tage später schreibt Hoffmann das Gedicht: Eine Singstimme ( 15.April 1841 […]

| 1841


Deutschland erst in sich vereint

Wie überall im Lande versuchen sich die „Freisinnigen“, wie Hoffmann es formuliert, zu nähern und zu einigen. ER selbst verfaßt ein Loblied auf Jacob Grimm. In Breslau treffen sich in der Weinhandlung Phillippi Friedrich von Sallet, der Maler Resch und andere. Doch findet Hoffmann für seinen Nationalismus wenig Zustimmung: „Sie sahen ihre Ideen nur verwirklicht […]

| 1841


Helgoland 1841

Am 3. August reist Hoffmann nach Helgoland. Er fährt über Dresden, wo er erneut mit Robert Blum zusammentrifft. Einige Tage später in Hamburg besucht er den Diplomaten Karl Sieveking: „Er gehörte nicht zu den Hoffnungsseligen: „Was soll aus Deutschland werden ? Der König war unsere letzte Hoffnung. Nun, vielleicht wird noch alles gut. „Über die […]

| 1841


Hoffmann von Fallersleben bekam allerlei Besuch auf Helgoland

Im Frühling und Sommer 1839 besuchte der Breslauer Literaturprofessor Heinrich Hoffmann von Fallersleben Österreich und die Schweiz und hatte Gelegenheit, die dortigen politischen Verhältnisse mit den vormärzlichen Zuständen in Deutschland zu vergleichen. Damals entstanden die unpolitischen Lieder, ein Tarnname für Gedichte, in denen er die üblen Erscheinungen in Staat und Gesellschaft, an Fürstenhöfen und beim […]

| 1841


Polizeispitzel auf Helgoland

Der Spitzel der hannoverschen Landesregierung vermerkt in seinem Bericht, daß am “ 22. August, die Oppositionspartei eine geschlossene Versammlung gehalten habe, dabei seien Hoffmann, Freudentheil und Holtermann die einzigen Redner gewesen. Was dabei geredet und verhandelt sei, wisse er nicht, wolle es aber, wenn er am 2 September nach Helgoland zurückkehre schon herausbringen und berichten. Hoffmann […]

| 1841


Wenn ich dann so einsam wandelte…

„Am 23. August kehrten die meisten Hannoveraner heim. Da Wetter war schön, schöner noch die Erinnerung an diese lieben Leute aus dem Lande Hadeln in ihrem schlichten, treuherzigen Wesen, die mir so herzliche Teilnahme bewiesen hatten. Den ersten Augenblick schien mir Helgoland wie ausgestorben, ich fühlte mich sehr verwaist. Und doch tat mir bald die […]

| 1841


Verachtung und Haß gegen Landesherrn und Obrigkeiten

03Hoffmann hatte sich schon von diesem Deutschland verabschiedet, er lebte und wirkte für ein neues Deutschland, sein „Vaterland“: „Der Kampf ist begonnen, Frisch auf ins Gefecht!“ Und der Staat nahm ihn beim Wort. Noch im September verbietet Heinke den buchhändlerischen Vertrieb der Unpolitischen Lieder für Breslau. Erstmals werden Bände seiner Gedichte von der Staatsgewalt konfisziert., […]

| 1841


Das satirisch politische Lied als Waffe

„Erst seit ungefähr einem Jahr ist abermals eine politisch – literarische Macht entstanden, die zwar mit unsichtbaren Waffen ficht, aber um so tiefere Wunden den bestehenden Staatsverhältnissen schlägt, je weniger schmerzlich dieselben für den ersten Augenblick empfunden werden. Diese Waffe ist das satirisch – politische Lied, welchem durch Witz, Ironie, derber Anschauungsweise und Humor, für […]

| 1841


Ein kläglicher Anfang

Gleich zu Beginn des Jahres, am 2. Januar, erhält Hoffmann eine erneute polizeiliche Vorladung. Er zieht sich bis auf den Kontakt zu wenigen Freunden zurück und arbeitet. Unterdessen starten die Breslauer Bürger einen halbherzigen Versuch, den entlassenen Professor mit 600 Talern im Jahr zu unterstützen, doch am Ende kommt nichts dabei heraus. „Weiter nichts, als […]

| 1842


Marie von Nathusius

Aufgrund der Herausgabe der „Unpolitischen Lieder“‚ wurde Hoffmann von der preußischen Regierung seines Amtes als Professor für Germanistik an der Universität Breslau enthoben und des Landes verwiesen.Philipp von Nathusius, der von den Schwierigkeiten des Dichters erfahren hatte und ihn sehr verehrte, lud ihn auf sein Gut nach Althaldensleben ein. Dankend nahm Hoffmann an. Er traf […]

| 1842


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Die Biographie von Hoffmann von Fallersleben in chronologischer Reihenfolge. Beginnend in Fallersleben, über Bonn, Berlin, Breslau, die Wanderjahre, Dresden, Mecklenburg, Neuwied, Weimar und Corvey.