1840-1847 Vormärz

Auf Europa schien voll Wonne

Auf Europa schien voll Wonne einst der Freiheit lichte Sonne. Ein Planet ward maches Land, aber, ach, die Sonne schwand. Als sie schwand, da schwand für immer der Planeten lichter Schimmer. Großbritannien  allein blieb der Freiheit Widerschein. Denn an ihren sprühenden Funken hatt´ es sich so satt getrunken, daß es jetzt noch hell und hehr […]

Politische Gedichte | 1841


Büßen mußt du deutsche Presse

Büßen mußt du, deutsche Presse, mit Gefängnis und mit Geld, bringst du etwas von Interesse, was den Fremden nicht gefällt. Frankreich pfuscht in deine Sachen, Frankreich hält bei uns Gericht, Frankreich kann es heute machen, daß kein Deutscher Deutsch mehr spricht. Rußland, dieser Geisterzwinger, Rußland steht von fern und droht, Rußland hebt den kleinen Finger: […]

Politische Gedichte | 1841


Deutschland Deutschland über alles (Deutschlandlied)

Deutschland, Deutschland über alles, Über alles in der Welt, wenn es nur zum Schutz und Trutze brüderlich zusammenhält. Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt. Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt. Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang sollen in der Welt behalten […]

Deutsches | Deutschlandlied | 1841


Wie könnt ich dein vergessen

Wie könnt´ ich dein vergessen! ich weiss, was du mir bist, wenn auch die Welt ihr Liebstes und Bestes bald vergisst. Ich sing es hell und ruf´ es laut: Mein Vaterland ist meine Braut! Wie könnt´ ich dein vergessen! ich weiss, was du mir bist! Wie könnt´ ich dein vergessen! dein denk´ ich allezeit: ich […]

Deutsches | Deutschlandlied | 1841


Philister über dir, Simson

Die einst mich froh willkommen hießen, die sehn mich ernst und schweigend an: Was mag sie wohl an mir verdrießen ? Bin ich nicht mehr derselbe Mann ? Bin ich im Hassen und im Lieben, bin ich dem Vaterlande nicht, bin ich nicht allem treu geblieben, was nur für Recht und Wahrheit spricht ? Still, […]

Persönliches | Philister | Politische Gedichte | 1841


O Vaterland verbannt aus Dir (Letzter Wunsch)

O Vaterland, verbannt aus Dir, was wäre noch das Leben mir ! Soll ich verbannet sein, so bin ich überall allein. Verbannt mich aus dem Lande nicht ! O haltet nicht so streng Gericht ! Soll ich verbannet sein, so übet Gnad´ und sperrt mich ein ! O werft mich nicht in Kerkers Nacht, von […]

Allgemein | 1842


Ich kenn ein Volk im deutschen Lande

Ich kenn ein Volk im deutschen Lande, das macht von sich ein groß Geschrei, als ob auf seinem dürren Sande nur Tugend, Kunst und Weisheit sei, und nirgend wachs´ und blüh´ als dort noch freie Schrift und freies Wort Ich kenn ein Volk, das sich hienieden sehr heilig zu gebärden weiß, und Demut, Seelenruh´ und […]

Gott und Teufel | Politische Gedichte | 1842


Jüngst kam ein König (Himmlisches Abenteuer)

Jüngst kam ein König vor das Himmelstor und schien in voller Zuversicht zu hoffen, wenn eine Majestät nur kommt davor, so steh´ ihr gleich der ganze Himmel offen. Der König hört St. Peters Wort: Du darfst hier keine Hoffnung fassen! Bleib draußen stehn nur immerfort, du wirst fürwahr nie eingelassen. Darauf erscheint ein deutscher Jesuit […]

Allgemein | 1842


Aus dürrem Stabe wird das Laub noch brechen

Aus dürrem Stabe wird das Laub noch brechen und auch der nackte Felsen wird noch grün. Du darfst ein Wort, ein einzig Wort nur sprechen, und unsere ganze Hoffnung wird erblüh´n Nur in der Hoffnung ruht das schön‘re Leben, die Hoffnung ist auch unser Heil und Hort, Du gibst uns alles, willst Du Hoffnung geben, […]

Politische Gedichte | 1842


Frei und unerschütterlich (Bundeszeichen)

Frei und unerschütterlich wachsen unsere Eichen Mit dem Schmuck der grünen Blätter stehn sie fest in Sturm und Wetter wanken nicht noch weichen. Wie die Eichen himmelan trotz den Stürmen streben wollen wir auch ihnen gleichen frei und fest wie deutsche Eichen unser Haupt erheben. Darum sei der Eichenbaum unser BUNDESZEICHEN daß in Thaten und […]

Politische Gedichte | 1842


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